| Man ist sich
heute darüber einig, dass alle Kinder
in dem Sinne musikalisch sind, dass sie Musik
beim Hören in Bewegung umsetzen, sie
nachmachen und eigene Musik erzeugen wollen.
Musik macht einfach Spaß! |
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Ob rhythmisches Sprechen,
Singen, Klatschen, Tanzen oder einem Instrument
Töne Entlocken: Das sind Erfahrungen, die Kindern
ganz unmittelbar Freude machen, ihr Interesse wecken
und intensives Spiel mit den eigenen Fähigkeiten
ermöglichen. Und zwar bei jedem Kind, ganz
gleich ob es für „musikalisch“
gehalten wird oder nicht. Wenn Erwachsene bei diesem
Spiel Anforderungen stellen, die die Kinder erfüllen
müssen, wenn sie zwar das „erfolgreiche“
Kind loben, das nicht erfolgreiche - das ja nur
dem Rahmen einer aufgestellten Norm nicht entspricht!
- aber als „unmusikalisch“ bezeichnen,
engen sie die Fähigkeiten der Kinder ein, die
eigene Kreativität zu entwickeln.
Die Begegnung mit Musik könnte aber gerade
ohne solche Einengungen besonders fruchtbar werden.
Wer die kindlichen Erfahrungen mit ursprünglicher
Musikalität nur als Mittel zum Zweck versteht,
läßt einen wunderbaren Freiraum für
kindliche Entfaltung ungenutzt. |
Kinder
leben im Jetzt und Hier. Nichts ist wichtiger
als der Augenblick, der so schnell vergeht
- und so viel geben kann, wenn man ihn leben
läßt.
Das zielgesteuerte Lernen, das in der Schule
verlangt |
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wird, kann erst dann die Aktivitäten
steuern, wenn die Kinder Ziele wirklich erfassen
können.
Im Vorschulalter und den ersten Schuljahren gilt
nur das „Sofort“. Kann das Kind nicht
in diesem Moment erleben, dass eine Tätigkeit
es erfüllt, so sucht es sich eine andere. Und
mit Tätigkeit ist alles umfaßt, was ein
Kind tun kann: Herumrennen ebenso wie traumverloren
in der Nase bohren. Zuhören und aufpassen genauso
wie auf eine Trommel schlagen. Den Zusammenklang
einer Gruppe erleben wie selbst etwas vorspielen.
Kinder können lange und geduldig immer wieder
das Gleiche tun - oder sofort die Lust verlieren.
Eine Gruppe von Kindern genau das Gleiche tun zu
lassen ist daher fast immer Dressur - eine Form
von Erziehung, die Kreativität und Selbstbewußtsein
gerade nicht fördert, die also gegen das Ziel
selbst gerichtet ist, „musikalisch“
zu erziehen. |